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Tour 1 - 2023

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Vorwort

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Ich wollte schon immer gerne alleine Urlaub machen. Durchs Land ziehen, die Landschaft ansehen, ein paar neue Städte bereisen und und und. Doch mit dem Auto zu reisen war keine Option. Ich hatte 2023 ja noch gar keinen Führerschein. Aber um einfach eine Fahrradreise durch Deutschland zu machen fühlte ich mich zu cool. In diesem Jahr haben meine Eltern und meine Patentante in Dänemark an unterschiedlichen Orten Urlaub gemacht, da war das erste Ziel schnell gefunden. Eine kleine Strecke durch Dänemark? Nein natürlich nicht! Anfangen wollte ich direkt mit einer halben Umrundung der dänischen Halbinsel und weil das ja nicht reicht sollten noch über 300 KM durch den Süden Schwedens dazu kommen. (Vlog 0)

Blog 1.dk

So war der Plan. Und nachdem ich die Campingplätze herausgesucht hab und die Strecke gesetzt war, ging es mit dem Zug los. Den ersten Zug habe ich in letzter Minute erreicht, danach lag es nichtmehr in meiner Hand den Anschlusszug zu bekommen. Da es mein erster Urlaub alleine war, ist einiges neues auf mich zugekommen. Aber die wahrscheinlich größte Herausforderung, so dachte ich vor der Tour, könnte die Verständigung auf Englisch werden. Deshalb habe ich mit Absicht die erste Tagestour noch in Deutschland geplant. Von Husum ging es bis fast an die Dänische Grenze nach Flensburg, damit ich mir nach der Zugfahrt nicht noch über Kommunikationsprobleme Gedanken machen muss. Und es stellte sich heraus, dass das auch eine gute Idee war. Die Kilometer vergingen schon am ersten Tag deutlich langsamer als gedacht. Das heißt keinesfalls, dass ich weniger Spaß an der Strecke hatte nein. Ich habe mir im Vorhinein einfach nie ausgerechnet wie viele Kilometer am Tag denn realistisch wären. Ich bin also die Bundesstraße 200 nach Flensburg gefahren (übrigens sehr zu empfehlen, es ist ein wirklich schöner Radweg) und bin erst um 9 Uhr am Campingplatz angekommen. Ich habe an diesem Tag gleich 2 Probleme für die kommenden Tage entdeckt. Erstens: Radwege sind fantastisch, aber auf Bundesstraßen/Europastraßen zu fahren macht mit Sicherheit wenig Spaß. Hoffentlich sind auf meiner Strecke gute Radwege. Und Zweitens: Dieser Tag war mit 40 Kilometern noch eine Tour zum Einsteigen. Für die nächsten Tage habe ich deutlich mehr Kilometer vor mir und könnte dann ebenso erst spät bei den Campingplätzen sein. Hoffentlich haben die Campingplätze zu meiner Ankunft nicht schon geschlossen. Ob diese Sorge berechtigt ist wird nicht die nächsten Tage zeigen. (Vlog 1)

Blog 2.dk

In Dänemark angekommen bin ich sowohl über Radwege als auch über Landstraßen gefahren. Das Wetter an diesem Tag war ab und zu wechselhaft aber überwiegend schien die Sonne. Ich habe die erste Sorge schnell hinter mir gelassen. Bis 2024 werde ich auch Spaß am Fahren über Straßen haben. Es war alles Ländliches Gebiet. Es ging von Flensburg nach Husum-Ballum. Von der Ostküste bis zur Westküste Dänemarks. Wenn man so will hab ich das Land also schon allein am zweiten Tag durchquert. Es kam aber natürlich noch ein weiteres Problem auf mich zu. Mit dieser Herausforderung habe ich schon vor der Abreise gerechnet. Bei 80 Kilometern macht irgendwann der Akku von meinem E-Bike schlapp. Ich fahre immer auf ECO (der geringsten Unterstützungs-Stufe) Aber trotzdem hält der Akku ca. 40 Kilometer. Das liegt natürlich auch daran, dass ich einige Kilo an Extragewicht in den Satteltaschen habe. Für diese Region bin ich also zum Akku aufladen an die Tankstellen gefahren. Dort habe ich immer eine Steckdose für 2,5h kostenfrei nutzen dürfen. Währenddessen habe ich mir dann die Stadt angesehen in der ich gerade war. Am Abend konnte ich den Tag mit einem wunderschönen Blick Richtung Nordsee beenden. Das war der Moment an dem ich wusste: Diese Radtour wird nicht meine letzte sein. (Vlog 2)

Blog 3 und 4.dk

An Tag drei hab ich die größte Distanz an einem Tag mit dem Fahrrad zurückgelegt, die ich jemals gefahren bin.  -- 105 Kilometer – Das war unglaublich so eine Strecke geschafft zu haben, mir wurde aber auch schnell klar, dass ich diese Distanzen nicht für die gesamte Tour durchhalten kann. Den Akku zweimal am Tag laden zu müssen und abseits von den 5 Stunden, die ich auf den Akku warten muss ausschließlich auf dem Fahrrad zu sitzen ist einfach zu viel. Am vierten Tag bin ich in einem Kleinen Dorf Mittig in Dänemark gestrandet. Dort wollte ich an einer von drei Tankstellen meinen Akku laden, allerding war keine einzige davon eine Tankstelle mit Personal. Es gab dort auch nirgendwo Steckdosen. Es war bereits 7 Uhr und auch der Supermarkt wollte mir ein Strom zur Verfügung stellen. Ich habe daraufhin einen Anwohner gefragt, bei dem ich netterweise eine Steckdose in seiner Scheune bekommen habe. Ich hab mich also in die Scheune gesetzt und einen Film gesehen. Um 9 Uhr abends startete dann meine Nachttour, da es bis zum Campingplatz noch über 30 Kilometer zu fahren waren. Wenn nach Tag drei nicht klar war, dass ich umplanen muss, dann spätestens jetzt. Aber ich habe es trotzdem noch erstaunlich lange mit dem Fahrrad geschafft. (Vlog 3,4)

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